Spielbericht

Unverhofft kommt oft – Nach einer Woche voller Fragezeichen; Können wir die Spielansetzung drehen? Kehrt Julius pünktlich aus dem Urlaub zurück? Können wir das Spiel vorverlegen? Kann Eric sich zwischenzeitlich von der Hochzeit seiner Schwester abseilen? Schafft Frank den Spagat zwischen Regionalliga Frauen und Bezirksliga Männer? Wird Leon die Halle finden?; stand die Reise nach Crimmitschau zu den Euros auf dem Programm. Mit fünf Mann ging es dann an der Ringstraße los. Bei bestem Wetter mussten wir Sperrungsbedingt den Weg über Huckelpisten und durch mir unbekannte Dörfer nehmen.

Am Spielort angekommen trafen wir viele motivierte Spieler der Gastgeber und auch aus Limbach an. Das erste Spiel entwickelte sich zu einem echten Krimi. Die Sätze waren hart umkämpft und leistungsgerecht stand am Ende ein 3:2-Heimsieg. Nun waren wir an der Reihe. Gott sei Dank hatten zwei von drei Spielern noch den Weg in die Halle gefunden – nur Julius blieb auf der A9 bei Nürnberg hängen…

So waren wir also zu siebent und Bernd konnte sich ganz aufs Coachen konzentrieren. Die Erfahrungen aus der Vorsaison ließen uns zumindest vorsichtig optimistisch aufs Parkett schreiten – gewannen wir doch vor einem Jahr an gleicher Stelle glatt 3:0.

Nun aber waren die Karten neu gemischt: Wir wie gesagt auf der letzten Rille, aber auch die Euros waren personell verändert und neu formiert angetreten. Anfangs hätte mal also ein Abtasten erwarten können. So war es dann auch – allerdings viel kürzer als gedacht. Denn bei 7:7 schritt Dominik zum Aufschlag und hörte erst bei 14:8 zu unseren Gunsten wieder auf. Mit diesem Polster im Rücken spielte es sich doch etwas leichter – wir konnten diesen sogar noch auf acht Zähler ausbauen – es verleitet aber auch zu Leichtsinnigkeiten. Denn plötzlich waren die Gastgeber bei 20:17 wieder bis auf drei dran! Was war denn da los. Der Satz drohte zu kippen, zumal das Polster bei 23:22 auf einen mickrigen Punkt geschmolzen war. Doch in unserer zweiten Auszeit schienen die richtigen Worte gefallen zu sein, denn wir trafen wieder die richtigen Entscheidungen und machten mutig die noch fehlenden Bälle tot und führten nach 25:23 mit 1:0.

Die starken Aktionen ausbauen und die Schwächephase abstellen, dann haben wir hier eine echte Chance. So hatten wir uns das ganze vorgenommen. Und wir lieferten! Bei 12:4 zu unseren Gunsten hatten die Crimmitschauer bereits beide Auszeiten verschossen und auch ein Wechsel war bereits getätigt. Alles klar an dieser Stelle hätte man denken können. Doch dann kamen sie wieder die Zitterbeine, aus klaren Aktionen wurde Larifari, aus Glück wurde Pech und aus Mut wurde Verzweiflung. Wieder schenkten wir mehr und mehr Vorsprung völlig ohne Not her. Doch auch diesmal reichte es. Mit Auszeiten zur rechten Zeit und der einen oder anderen abgeklärten Aktion schaukelten wir das Kind nach Hause: 25:22 und damit 2:0. Der erste Punkt war gemacht.

 

Doch da war ja was – auch vor einer Woche lagen wir 2:0 in Front und das Ergebnis ist bekannt. Das sollte sich diesmal nicht wiederholen. Anfangs konnten wir die Gedanken an die Partie in Wildenfels tatsächlich beiseite schieben und in Führung gehen. Doch dann bäumten sich die Hausherren noch einmal auf. Abschenken wollten sie das Spiel hier nicht und so sahen wir uns erstmals in diesem Spiel mit mehr als einem Zähler im Rückstand. Spätestens jetzt entscheidet sich das Ganze im Kopf. Doch trotz unserem Mangel an Wechselspielern konnten wir uns der Situation stellen und gegen den Satzverlust ankämpfen. Viele Emotionen und auch einige rassige Ballwechsel später waren wir im Satzfinale – Crunch Time! Immer noch waren wir 19:21 im Hintertreffen. Dann konnten wir wieder in Führung gehen – 22:21. Die folgende Auszeit der Euros zeigte Wirkung und wir waren bei 22:23 wieder hinten. Doch auch wir nahmen unsere letzte Auszeit und mussten anschließend nicht mehr wechseln. Wir ließen keinen gegnerischen Punkt mehr zu und drehten im letzten Moment die Sache um und lagen uns freudetrunken in den Armen. Auswärtssieg – Auswärtssieg!!! Geschichte wiederholt sich – Wieder gewinnen wir 3:0 in Crimmitschau und haben nun 4 Zähler auf dem Konto. Ein besonderer Dank geht an unseren Jens für das anschließende Freibier!!!

 

Was sagt die Partie für die Zukunft aus? Als nächstes steht das schwerstmögliche Heimspiel gegen den Absteiger aus Hennersdorf und den Vorjahreszweiten aus Milkau auf dem Tableau. Diesen Spielen können wir aber trotz der Schwere durchaus selbstbewusst entgegensehen. Wir wissen jetzt, dass wir auch mal eine 2:0-Führung in einen Sieg ummünzen können, dass wir sowohl personell als auch spielerisch noch Luft nach oben haben und vor den eigenen Zuschauern ist immer was möglich. In diesem Sinne – bis zum 2. November in Mylau vor einer hoffentlich vollen Hütte…

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