Spielbericht

Nach einer längeren Pause fuhren wir am Samstag etwas ersatzgeschwächt, aber dafür mit Arzt und Physio, nach Limbach-Oberfrohna zu den L.O. Volleys. Ziel war dabei, den mittlerweile erklommenen dritten Tabellenrang zu verteidigen. Einfach sollte das sicherlich nicht werden, das war allen klar. Das was dabei raus kam, allerdings nicht.

Der Treff zu einer recht frühen Tageszeit brachte den einen oder anderen Spieler auf kuriose Ideen, was den drohenden Ausfall des Mittagessens anging. Die Gegenmittel reichten von Döner über Möhrchen und McDonald’s bis hin zu Flüssignahrung. Unabhängig davon war es in dieser Saison meist so, dass wir nach erfolgreichen und überzeugenden Auftritten weniger gute Spiele ablieferten. Und unser letztes Match war ein durchaus gutes.

Satz eins ging recht ordentlich los. Zwar war nicht alles Gold was glänzte, aber die Gastgeber machten es auch nicht besser. Guter Volleyball sieht jedenfalls anders aus. Anfangs lagen wir leicht vorn, dann die Limbacher, später wieder wir, dann glichen die Gastgeber wieder aus. Wir machten zwar nichts richtig gut, aber eben auch nichts richtig schlecht. Als dann noch René auf Satzende eine kleine Aufschlagserie einstreute, erarbeiteten wir uns den entscheidenden Vorsprung. Da halfen ach Wechsel und Auszeit für die Hausherren nicht mehr und der Durchgang war mit 25:22 zu unseren Gunsten entschieden.

In der Pause waren die Ziele schnell abgesteckt: weniger Eigenfehler in Annahme und Aufschlag, noch ein bisschen mehr Gier, dann sollte das Ganze gut werden. Doch nichts wurde gut, ja nicht einmal besser. Das Gegenteil war der Fall. Die Frohnaer wechselten in Ihrer Aufstellung an zwei Positionen und plötzlich sahen wir uns 1:6 im Rückstand und in der ersten Auszeit. Doch auch das half nichts. Wir lullten mehr oder weniger ein bisschen vor uns hin und verpassten dabei vollends den Anschluss. Die Gastgeber zogen uns mehr und mehr den Zahn und zwischenzeitlich betrug der Rückstand gar satte neun Zähler. Das wollten wir so nicht zu Ende gehen lassen und begehrten nochmal auf. Allerdings spielten die Limbacher all ihre Routine aus und schaukelten den Satz mit 19:25 nach Hause.

Nix passiert, wir wussten ja woran es lag und haben ja auch die Mittel, genau das abzustellen. Problem ist, dass da auch noch ein Gegner auf dem Feld steht und alle Mathematik am Rande nur graue Theorie ist. Und siehe da: diesmal machten wir schon bei 1:5 unseren ersten Punkt. Doch das war auch schon das einzige, was wir zu verbessern im Stande waren. Zähler um Zähler ging flöten und ich wähnte mich irgendwie im falschen Film. Das maximale Delta war diesmal bei 9:16 erreicht. Jetzt quoll die Wut im Bauch auf. Das konnte doch alles gar nicht wahr sein. Wir wollten hier doch was Zählbares mitnehmen! Und so bäumten wir uns auf und es war wieder Zug drin. Die Gastgeber waren sichtlich beeindruckt und stemmten sich mit allem was die Kunst hergab dagegen. Und als das Spiel tatsächlich wieder zu unseren Gunsten zu kippen schien, machten wir uns mit Unkonzentriertheiten und spieltaktischen Fehlern selbst das Leben schwer. Bei 20:25 war auch der Satz weg und was wir mit den Händen aufgebaut hatten mit dem Arsch wieder eingerissen.

Also, letzte Chance Durchgang vier. Auf dem Feld nochmal kurz eingeschworen, alles in die Waagschale zu werfen, legten wir los: 7:2-Führung, Auszeit Limbach, so einfach war das. Zumindest bis zum 12:7, denn da stand es dann plötzlich 12:12!! Häh!? Wie das denn? Wieder waren es die eigenen Unzulänglichkeiten, welche den Ausschlag gaben und mit diesem Ausgleich schien uns auch irgendwie der letzte Funke Galligkeit abhanden gekommen zu sein. Zwar konnten wir bis Stand 18 das Spiel der Hausherren mitgehen, aber der Zwischenspurt auf 18:24 machte uns den Garaus. Dazu kam dann noch eine direkte rote Karte wegen Beleidigung und Ende Gelände: 19:25; 1:3! Scheiß Spiel, scheiß Tag.

Oben drauf zogen die Volleys durch ein klares 3:0 mit der zweiten Garde gegen den Tabellenletzten aus Chemnitz in der Tableau an uns vorbei. Glückwunsch dazu.

Positiv feststellen lässt sich, dass wir durch die Niederlage der Polizeier nicht mehr Letzter werden können. Zu hoffen bleibt, dass die Achterbahn weiter fährt, denn in diesem Falle folgt 100%ig ein mega Heimspiel…

Ein Kommentar

  1. Adrianne

    Oh man, klingt ja nicht so toll. 🙁

    Wenn ich den Text so lese wundert mich allerdings die fehlende Analyse, kann sein das da intern was rumort?? Sonst hast Du anders geschrieben!

    Aber egal, trotzdem toller Bericht und ich bin sicher Du kommst wieder auf die Beine. 😀

    Bis zum nächsten Spiel, Deine Adrianne.

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