Spielbericht

Zum ersten Spiel des Jahres 2019 ging es für uns in die „Vogtlandmetropole“ nach Plauen. Gegner war der Sachsenklasse-Absteiger SV Oberlosa. Aufgrund der Stärke der Gastgeber in den letzten Jahren ist unser letzter Besuch in der Uferstraße schon ein paar Tage her. An was ich mich allerdings nicht erinnern kann ist, dass hier Eintrittsgelder verlangt werden. Fanden wir schon ein bisschen befremdlich und unangemessen für diese Spielklasse, aber „Großstädter“ sind ja in vielerlei Hinsicht etwas anders… Ich möchte hier gern Marcel zitieren, der da sagte: „Dann müssen wir den Zuschauern eben richtig was bieten!“

Zurück zum Sportlichen: Nach dem 3:1 im Hinspiel rechneten wir uns schon etwas aus, zumal wir diesmal mit sage und schreibe neun Spielern antreten konnten. Das ist schon was anderes, als zu sechst durch die Lande zu ziehen und sollte auch in Zukunft so beibehalten werden! Nur durften wir die Oberlosaer nicht unterschätzen, denn im Hinspiel hatten wir die Euphorie eines gedrehten Spiels gegen die LO Volleys im Rücken und zudem traten die Gastgeber heute mit einer besseren Besetzung als im Hinspiel an. Spiel eins durften die Randplauener (nach einer Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen langjährigen Staffelleiter der Bezirksklasse Staffel West, Karl-Heinz Jaensch) gegen den Tabellenzweiten aus Milkau bestreiten. Hier bestätigte sich unsere Vorsicht, schlug doch die Heimmannschaft das vermeintlich bessere Team mit einer durchaus überzeugenden Vorstellung mit 3:1.

Wir waren also gewarnt und mussten nun schon gewinnen, um in der Tabelle nicht hinter Oberlosa zurückzufallen. Die Seitenwahl mit Taschentuch konnte ich schonmal gewinnen. Auf dem Feld ging es dann mit abtasten los. Gehüllt in unsere neuen Trikots stak uns noch der eine oder andere Weihnachtsbraten in den Knochen. Und so vermochten wir es erst gegen Mitte des Satzes genug Druck aufzubauen, um den Gegner in Verlegenheit zu bringen. Doch sobald wir das erreicht hatten, setzten wir uns ab. Aus 7:6 mach 16:9. Die Rädchen griffen immer besser ineinander und so verwalteten wir den Vorsprung und verwandelten dann gleich den ersten Satzball zum 25:18.

Durchgang zwei sollte nicht schlechter werden. Wir konnten den Druck aufrecht halten und zwangen so unseren Gegner immer wieder zu Fehlern. Allerdings brachten wir auch in diesem Satz unser Blockspiel nicht so zusammen, wie das gewünscht war und deshalb konnte auch die Heimmannschaft regelmäßig punkten. Wir konnten uns zwar wieder ein Polster erarbeiten, nur war dieses nicht so groß wie in Durchgang eins. Erst gegen Satzende zogen wir nochmal an und holten uns den ersten Punkt mit 25:17.

Satz drei wurde dann zum ungewollten Krimi. Bei uns zog so ein bisschen der Schlendrian ein. Nur leider nicht so richtig, denn auch hier wogte wie auch in den Sätzen zuvor das Spiel hin und her. Doch diesmal konnten wir keinen Abstand zwischen uns und Gegner legen; im Gegenteil: Oberlosa erarbeitete sich leichte Vorteile. Dann spielten sie noch ihre ganze Erfahrung aus der Sachsenklasse aus und holten sich den Durchgang mit 26:28.

Scheiße auch! Vollig unnötig und überflüssig, da waren wir uns alle einig. Einigkeit herrschte auch in der Meinung, hier keinen Punkt abgeben zu wollen. Nur liegen zwischen Wollen und Können manchmal ein paar Unterschiede und es haben schon viele Teams nach einer 2:0-Satzführung noch abgekackt. Doch diesmal nicht. Von Anfang an waren wir wieder da, keine Spur mehr von Unkonzentriertheit. Die Automatismen passten wieder und so zogen wir unwiderstehlich davon. (Böse Zungen behaupten, es lag daran, dass Eric nicht mehr nervös sein musste, da sein Vater die Zuschauerränge vorzeitig verlassen hatte… ;-)) Über die Stationen 9:4, 12:5 und 19:8 schritt Dominik bei 24:13 zum ersten Matchball. Nun ja, wie soll ich sagen: Durst ist schlimmer als Heimweh!!! Jedenfalls gewannen wir 25:14 und damit 3:1!

Der Start ins Jahr ist damit geglückt! Die Tatsache, dass drei der vier hinter uns stehenden Teams einen vollen Erfolg verbuchen konnten, verdeutlicht die Wichtigkeit des Sieges! Schön ist, dass alle dazu beigetragen haben, also auch die, die nicht zum Einsatz gekommen sind. Allein die Tatsache, Alternativen auf der Bank zu haben und Wechsel vornehmen zu können, ist für das gesamte Team ein Gewinn! So sollte es immer sein! Man kann stolz sein, Teil dieser Mannschaft zu sein!!!

Nun geht es am 26. Januar nach Lichtenstein. Dort gilt es, die gezeigte Leistung zu bestätigen und auszubauen. Gut ist, dass wir noch ein paar Dinge haben, welche wir bis dahin verbessern können und so blicken wir positiv auf das anstehende Spiel…

4 Kommentare

  1. Adrianne

    Super Spielberichte, genial geschrieben und sehr schön inszeniert. Ich habe jedes Mal richtig das Gefühl dabei gewesen zu sein!! Ein riesen Dankeschön an den Verfasser, bitte mach weiter so!

    LG deine Adrianne 😉

    • Sep

      da stimme ich bezüglich des Berichts vom 10. November deiner Meinung leider nicht zu… Das war mal ein klassisches Beispiel, wie man niemals schreiben sollte…sondern intelligenter Weise seine Gedanken zurückhält! –> das ist kein Spielbericht

  2. Nadine

    Ich sag mal so, das Eintrittsgeld hat sich gelohnt😂 hab die Karte mal noch aufgehoben, vllt kann ich sie ja noch mal benutzen. Sah schon recht altertümlich aus…die wird schon so einige Spiele miterlebt haben 😂

  3. Trump

    Hahaha, geiles Bild!!! XD

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