Spielbericht

Vergangenen Samstag ging es für uns nach Annaberg-Buchholz. Nein, es gibt kein neues Team in der Bezirksliga, wir waren zu Gast bei der SG Mauersberg. An die Annaberger Halle hatten wirt durchaus positive Erinnerungen. Bei unserem letzten Auftritt hier vor gut zwei Jahren legten wir ein glattes 3:0 hin.

Diesmal waren die Voraussetzungen allerdings nicht die besten. Wieder einmal begaben wir uns ohne Wechselspieler auf die Reise. Und mit unserem Kotzbrocken Leon war auch noch ein angeschlagener Spieler dabei. Noch dazu stehen die Gastgeber in der Tabelle vor uns.

Aber Bange machen gilt nicht und deshalb gingen konnten wir ohne großen Druck in den ersten Durchgang. Und zum Erstaunen aller lagen wir bei 6:2 auch noch deutlich vorn und die Gastgeber mussten die erste Auszeit nehmen. Das alleine wäre ja schon erstaunlich genug gewesen, aber um es auf die Spitze zu treiben, war es Leon, den die Auszeit aus dem Aufschlagrhythmus bringen sollte. Und was noch viel erstaunlicher war: er machte weiter sichere und gute Services und hörte erst bei 10:3 auf!!! Dieser Vorsprung brachte uns die nötige Sicherheit, uns gelang viel, das Spiel war variabel und von hinten raus recht ansehnlich und so ergaben sich die Hausherren auch dem Schicksal und schenkten den ersten Satz mit 25:18 her.

Wahrscheinlich wollten sie sich für die kommenden drei Durchgänge wappnen, um das Ding mit 3:1 zu ziehen. Dieses Vorhaben sollte mit einer völlig umgekrempelten Aufstellung umgesetzt werden und anfangs klappte dies auch. Zwar war die Partie eng, aber die Erzgebirger lagen immer knapp vorn. Erst gegen Mitte des Satzes konnten wir uns leichte Vorteile erarbeiten. Dies blieb den Gastgebern nicht verborgen und sie versuchten, uns mit zwei Wechseln und einer Auszeit aus dem Konzept zu bringen. Aber es half nichts, wir ließen uns nicht beirren und zogen unser Ding durch. 25:23 und 2:0 bedeuteten einen Punkt!! Das war so nicht zu erwarten. Nun sollten es aber auch gleich noch derer drei werden, wenn wir schon mal da waren.

Der dritte Durchgang sollte dann zum echten Krimi werden. Es begann alles wie auch die Sätze zuvor. Keine klare Führung, ausgeglichenes Spiel, schöne Ballwechsel. Aber dann, ganz plötzlich und unvorhersehbar riss uns der Spielfaden und aus einem 8:7 wurde ein 8:13! Es ging gar nichts mehr, es fielen die einfachsten Bälle runter, plötzlich fehlte die Zuordnung und auch ein bisschen Pech war dabei. Nutze alles nichts, man wächst mit seinen Aufgaben. Also mussten wir eben den Rückstand aufholen. Und da wir keinen zum Wechseln hatten, ging es nur über die Mentalität. Und die schien zu passen, denn wir arbeiteten uns Punkt für Punkt heran. Kurz vorm Satzende konnten wir dann den Ausgleich erzielen. Trotzdem besaß Mauersberg immer noch den Vorteil und hatte nun vier Satzbälle an der Zahl, welche wir allesamt abwehren konnten. Bei 28:27 hatten wir dann Matchball, doch auch die Hausherren konnten erfolgreich abwehren. Wir legten nach und hatten bei 29:28 erneut die Chance, den Sack zuzumachen. Doch erneut schafften wir es nicht, schlimmer noch, die Mauersberger konterten und ließen keinen Punkt unsererseits mehr zu. 29:31, was für ein Satz!!

Scheiße aber auch. Das Gute war, dass wir wussten woran es lag. Wenn wir einen großen Rückstand vermeiden könnten, würden unsere Chancen exponentiell steigen. Soviel zur Theorie, bei 3:10 holte uns allerdings die Praxis ein. Das durfte doch alles gar nicht wahr sein. Wieder so ein Einbruch. Und erneut rafften wir uns auf und ließen uns nicht hängen. Was folgte war ein erneut großer Kampf und vorbildliche Moral. Denn wieder bissen wir uns ran und konnten den Rückstand Stück für Stück vermindern. Wahrscheinlich hatten sich die Gastgeber das Ganze etwas anders vorgestellt, aber aufgeben ist für uns absolut keine Alternative. Auch wenn es diesmal nicht ganz reichte, der Endstand von 23:25 war unter den Bedingungen ehrenwert und ließ auf den Tie-Break hoffen.

Ach ja, a propos Tie-Break: im achten Saisonspiel gingen wir in die fünfte Verlängerung! Das sagt einiges über die Ausgeglichenheit dieser Liga aus! Die Seitenwahl konnte ich zum zweiten Mal an diesem Tag gewinnen und auch auf dem Feld ging es vielversprechend los. Wieder war es eine äußerst enge Partie und so stand beim Seitenwechsel ein 6:8 zu Buche. Doch dann zogen die Gastgeber nochmal an und wir hatten nichts mehr zuzusetzen. Bei 8:14 nahm Bernd die letzte Auszeit. Das schien sogar noch einmal Spannung ins Spiel zu bringen, zwangen wir doch die Hausherren bei 10:14 auch nochmal in den Break. Doch zu mehr als zum 11:15 sollte es an diesem Tage einfach nicht mehr reichen und wir verloren 2:3.

Vor dem Spieltag und unter den gegebenen Voraussetzungen hätte ich ein 2:3 in Mauersberg ungesehen unterschrieben, nach dem Spielverlauf muss ich allerdings sagen: da war mehr drin. Nichtsdestotrotz können wir auf die gezeigte Leistung durchaus stolz sein und mit Zuversicht den kommenden Aufgaben entgegensehen. Glückwunsch an Mauersberg, auch zum Sieg im zweiten Spiel gegen Milkau!

Weiter geht’s für uns am 22.12. in der Weinholdschule mit unserem alljährlichen Adventsbeach, bevor am 12. Januar Oberlosa auf uns wartet.

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