Spielbericht

Nun, was soll man zu dieser Auswärtsreise schreiben? Lange habe ich hin und her überlegt und mit mir gerungen. So richtig weiß man allerdings immer noch nicht, was man sagen soll. Aber fangen wir mal von vorne an…

Unsere Reise führte uns bei bestem Wetter ins Chemnitzer Land, genauer gesagt nach Mittweida zu Union Milkau. Die Vorzeichen waren klar: Beim Gastgeber als Vorjahres- und aktuellen Dritten würden die Trauben sicher hoch hängen. Zumal wir mit nur acht Spielern anreisten. Als wir dann die Halle betraten, erhellte sich dann allerdings die Stimmung: Milkau war nur mit einem etatmäßigen Zuspieler und ohne Ihren Hauptangreifer in der Halle! Unsere Chancen schienen zu steigen. Doch erstmal waren die Aufsteiger vom Chemnitzer PSV an der Reihe.

In einem völlig unspektakulären Spiel zeigte die Heimmannschaft den „Polizeiern“ klar die Grenzen auf. Lediglich im dritten Durchgang kamen kurz Zweifel am klaren Heimsieg auf, doch diese fegten die Milkauer recht schnell weg. Zu deutlich war ihre spielerische Überlegenheit. Eigentlich wäre zu dieser Partie auch nicht mehr zu sagen gewesen, wäre nicht der Chemnitzer Kapitän nach dem Abpfiff durch eine plötzliche Unbeherrschtheit aufgefallen. Zuerst drosch er den Ball mit dem Fuß Richtung zweitem Schiedsrichter um anschließend nicht mit den Unparteiischen abzuklatschen!

Gut, dachten wir, eine Überreaktion aus dem Eifer des Gefechts heraus. Kann man drüber wegsehen, ist ja auch schon des Öfteren vorgekommen. Als betreffender Spieler kurze Zeit später zum Schreibertisch schritt, schienen die Wogen geglättet: Kurze Entschuldigung, Handshake, alles gut…

Doch weit gefehlt, jetzt ging’s erst richtig los! Was folgte, war Regelkunde vom Allerfeinsten: Los ging alles damit, dass die Forderung nach einer Eintragung ins Spielprotokoll wegen Verspätung des Schiedsgerichts laut wurde. Eine Viertelstunde vor Spielbeginn seien wir erst da gewesen. Ok, wir waren zwar schon 35 Minuten vorher da und man hätte ja schonmal mit Einschlagen beginnen oder in der Kabine nachfragen können. Aber man kennt das ja: Unzufriedenheit mit der eigenen Leistung, Adrenalin, gegenseitiges Hochschaukeln in der Mannschaft. Also hätten wir mit der Eintragung kein Problem gehabt, hätte der Sportfreund nicht unmittelbar mit seiner Tirade fortgefahren.

Los ging es mit unseren falsch stehenden Linienrichtern, die hätten verkehrt herum gestanden und anders herum würden die viel mehr sehen. Nun, solange sie Richtung Spielfeld schauen, stehen sie für mein Dafürhalten schon richtig herum… Aber Spaß beiseite: Im Regelwerk hat der Sportfreund zwar richtig nachgelesen, nur sehen die Linienrichter immer jeweils zwei Linien, egal an welcher Ecke sie stehen. Zum zweitens hat der Mann nicht beachtet, dass unser erster Schiedsrichter Linkshänder ist und somit alles seitenverkehrt gestellt werden muss…

Dann trieb er es auf die Spitze, indem er unseren ersten dafür kritisierte, dass er zu viele Zuspiele weggepfiffen hat. Über Kopf könne man das schon so pfeifen, wenn der Ball allerdings nach vorne gespielt wird, dann niemals… Aha! Ist klar. Wir hatten aufgrund der deutlich erkennbaren Defizite des Zuspiels schon eine eher großzügige Auslegung des Unsauberen Spiels gefahren – wohlgemerkt zugunsten der Chemnitzer – und das war dann der Dank! Das wird uns eine Lehre sein!!!

Summa summarum haben wir damit das „Hochklassige Spiel“ (hahaha…) kaputt gepfiffen und die Mannschaften durch unser „Zuspätkommen“ benachteiligt, denn sie mussten „ihre Jacken wieder anziehen“! Und außerdem sollten wir uns doch die Kritik annehmen und „dazulernen“… Sorry, aber so viel Blödsinn auf einen Haufen habe ich selten gehört! Hätte nur noch gefehlt, dass uns Trunkenheit vorgeworfen worden wäre!

Und pikanterweise erschien der Herr Lehrer dann zum zweiten Spiel (welches er dann durchaus souverän leitete) erst, als wir schon mitten beim Einschlagen waren – wer im Glashaus sitzt… Junge, das hast du nicht nötig!

Ach ja, wir verloren dann unser Spiel übrigens völlig verdient mit 0:3. Keiner kam auch nur annähernd an seine Normalform heran. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Milkau feiert völlig zu Recht zwei klare Heimsiege und setzt sich an der Tabellenspitze fest. Glückwunsch an dieser Stelle!!! Wir bleiben erstmal auf Rang drei hängen und hoffen, bis zum Heimspiel wieder auf Betriebstemperatur zu sein…

4 Kommentare

  1. Känguru 15

    War echt ein scheiß Spiel, da ging ja gar nichts bei Euch. 🙁

  2. Ich

    Du hättest lieber mehr über den Text nachdenken sollen …

  3. juri

    war echt schade Jungs !!!

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