Spielbericht

Nach dem sportlichen Abstieg der Vorsaison, der nur durch den Rückzug der Sportfreunde aus Röhrsdorf abgewendet wurde, reisten wir am Samstag zu unseren Freunden nach Crimmitschau zum ersten Aufschlag der neuen Spielzeit. Die Vorzeichen waren klar. Wir letztes Jahr Fast-Absteiger, die Euros souveräner Mittelfeldplatz, wir mit zwei neuen und neuem System, die Gastgeber mit altbewährtem und eingespielten Team. Doch nach dem guten Vorbereitungsturnier bei der Eintracht und den Erfahrungen der Vorsaison, als wir an selber Stelle 3:0 gewannen, fuhren wir mit einer guten Portion Optimismus und Zuversicht ins Zwickauer Land.

Die Anreise gestaltete sich sehr angenehm, sehen doch die Straßenreiniger von heute wesentlich besser aus, als noch vor einigen Jahren. Nachdem dann auch unser neuer Libero Simon den Weg gemeistert hatte, ging es zur Sache. Im ersten Spiel des Tages gegen den Vorjahresdritten aus Milkau setzte sich die Heimmannschaft auch gleich mal mit 3:1 durch. Wir hatten aber nichts zu verlieren. So starteten wir mit Simon und unserem Geburtstags-Paule von Anfang an. Draußen blieb erstmal René, der tags zuvor Metze beim Zahnarzt vertreten hatte. Da unser Trainer Matthias verhindert war, wirkte Bernd von außen auf unser Spiel ein. Zu unserer Überraschung hatte Paul auch gleich seinen eigenen Fanclub mitgebracht, sodass wir uns einer unerwarteten Unterstützung von den Rängen erfreuen konnten.

Der Start verlief dann nicht optimal. Gezeichnet von leichten Nervositäten und kleineren Abstimmungsproblemen lagen wir gleich mal drei Zähler hinten. Gegen Satzmitte allerdings kämpften wir uns heran und konnten bei 11:11 den Ausgleich erzielen. Bei unserer 14:12-Führung zwangen wir die Euros sogar in die erste Auszeit. Wir nutzten die Pause, um kleiner Korrekturen im Spiel vorzunehmen. Dann wogte das Geschehen hin und her. Keiner schenkte dem Anderen etwas. Was gut bei uns war, dass jeder bereit war dem anderen zu helfen. Es fielen wenig einfache Bälle runter. Und doch brachte die Stärke unserer Gegner bei 18:18 den erneuten Ausgleich. Dann aber schafften es Marcel und Paul mit Ihren Aufschlägen den Gegner so unter Druck zu setzen, dass wir auf drei Zähler wegziehen konnten. Wer jetzt dachte, Crimmitschau sei geschlagen, sah sich getäuscht. Eine abermalige Auszeit und eine leichtere Schwächephase unsererseits brachten plötzlich die 23:22-Führung für die Hausherren. Aber auch wir waren unbedingt gewillt, den Satz zu holen und so drehten wir das Ding abermals und ließen keinen Punkt mehr zu!

1:0, Satz gewonnen, prima Erfolg! Aber wir wollten mehr!! Auf der Welle der Erfolgs ließ sich der zweite Durchgang gleich besser an. Die Aufschläge blieben stabil und druckvoll, die Feldarbeit und Abstimmung wurde zunehmend besser und unsere Angriffe waren variabel und präzise. So konnten wir uns von Anbeginn ein 3-Punkte-Polster erarbeiten. Wer weiß, was drin gewesen wäre, hätte doch die verfluchte Decke an diesem Tage nicht so tief gehangen… Die Euros ihrerseits steckten keineswegs auf und nutzten jede noch so kleine Unaufmerksamkeit unsererseits aus. So schafften Sie bei 12:12 den Ausgleich und konnten bei 13:14 die erste Führung in diesem Satz verbuchen. Doch auch wir drehten das Ding wieder und lagen bei 21:20 wieder in Front. Der gegnerische Trainer zog noch einmal alle Register: eine Auszeit, zwei Wechsel, aber es half nichts. Eine kleiner Aufschlagserie meinerseits und immer wieder starke Blockarbeit brachten mit 25:21 den ersten Punkt auf unserer Habenseite.

Jetzt wollten wir alles! Drei Punkte sollten her, am Besten mit 3:0, dass erst gar keine Fragen aufkommen. Die Gastgeber schienen sich die Frage zu stellen, ob sich Geschichte tatsächlich wiederholen könnte. Am 3 Februar diesen Jahres war die Konstellation schon einmal so, das die Euros in Spiel 1 gegen die vermeintlich Stärkeren aus Milkau gewinnen konnten, um anschließend gegen uns als vermeintlich Schwächeren zu verlieren…

Dies schienen sie unbedingt verhindern zu wollen und legten los wie die Feuerwehr. Von Anfang an lagen sie zwei, dann vier und schließlich sogar fünf Punkte von. Bernd musste seine erste Auszeit in Anspruch nehmen. Wir analysierten unsere Schwachstellen in diesem Moment und schworen uns darauf ein, noch einmal alles aus uns herauszuholen, denn auch wir erinnerten uns an das letzte Aufeinandertreffen. Stück für Stück knabberten wir am Vorsprung der Hausherren. Diese schien mehr und mehr der Mut zu verlassen. Irgendwie hatte man das Gefühl, ihnen fiel einfach nichts mehr ein, wie sie uns bekommen hätten können. Tatsächlich konnten wir bei 20:20 ausgleichen. Bei 21:20 die erste Führung, und jetzt zogen wir durch! Felix durfte zum Matchball aufschlagen und Eric setzte den entscheidenden Block. Der Rest war Jubel! So ein Tag…, So sehn Sieger aus, schalalalala…

Ein prima Auftakt, ein mega Geburtstagsgeschenk, das Leben kann so schön sein! Hoffen wir, dass wir die Form bis zum 6. Oktober konservieren können, wenn wir zur Mittagszeit zum Aufsteiger nach Chemnitz fahren.

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